|
|
 |
 |
 |
 |
PARODONTOLOGIE: KNOCHEN- UND GEWEBSAUFBAU
Einzelne schwere parodontale Defekte bedürfen zusätzliche operative
Maßnahmen. Als Hauptindikationen sind zu nennen zwei- und dreiwandige
Knochentaschen sowie Bereiche der Wurzelteilung. Mit folgenden Vorgehensweisen
können die Funktion und die Prognose dieser Zähne deutlich verbessert
werden. Während der Lappenoperation können je nach Konfiguration
des Defektes nachstehende Materialien implantiert werden:
- Knochenersatzmaterial
- Eigenknochen (Knochenspäne)
- Schmelz-Matrix-Proteine
- Membranen
zur Stabilisierung und zur gesteuerten Geweberegeneration
Knochenersatzmaterial
Es gibt verschiedene Knochenaufbaumaterialien. Heute werden bevorzugt resorbierbare Keramiken in Granulatform verwendet. Die Granulate besitzen Mikroporen, die miteinander in Verbindung stehen. Sie besitzen eine Eigenschaft, die das Einwachsen von Knochengewebe ermöglicht.
Eigenknochen
Eigenknochen besteht aus Knochenspänen die andernorts in der Mundhöhle gewonnen werden.
Schmelz-Matrix-Proteine
Schmelz-Matrix-Proteine werden aus Zahnkeimen des Schweins gewonnen. Um die Regeneration
parodontaler Gewebe zu stimulieren, werden entwicklungsbiologische Vorgänge indiziert.
Membranen
In vielen Fällen ist die Stabilisierung von Knochenersatzmaterialien, Eigenknochen
oder auch Schmelz-Matrix-Proteinen erforderlich. Zur Stabilisierung können
resorbierbare oder nichtresorbierbare Membranen verwendet werden. Nichtresorbierbare
Membranen müssen nach ca. 4-6 Wochen entfernt werden. Membranen können
nicht nur das implantierte Material am Ort halten, sondern dienen auch als Barriere
für einsprießende Schleimhautzellen. Dies nennt man gesteuerte Geweberegeneration. |
 |
 |
 |
|